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Was verbirgt sich hinter dem Trend “Fasten”?

Kalya R. Übersetzung: Ella Laas

#Flashback:

Studien zeigen, dass es rund 24 Stunden dauert, bis eine leichte Senkung der metabolischen Rate sichtbar wird. Geplantes Fasten bedeutet nicht zu Verhungern. Geplantes Fasten ist so konzipiert, dass der Körper eine Pause vom Essen und der Verdauung für 12,16, 18, sogar 24 Stunden oder mehr einlegt. Über die Woche verteilt nimmst du immer noch ausreichend Kalorien zu dir, diese werden einfach ein wenig anders verteilt als normalerweise in Frühstück, Mittagessen und Abendessen.

Für einige mag das wie Lebensretter klingen. Für andere Menschen klingt es wie ein Alptraum. Bevor du dich entscheidest, ob du Fasten möchtest, kannst du dir hier einmal einige Vor- und Nachteile anschauen:

Vorteile fürs Fasten:

  • Anhänger des periodischen Fastens glauben, dass dies zu einer größeren Selbstheilungskraft des Körpers führt.
  • Neuste Untersuchungen führen zu der Vermutung, dass kurzzeitiges Fasten (12-24 Stunden) dabei helfen kann Körperfett und Entzündungen zu reduzieren und die Insulinsensibilität zu erhöhen, verglichen zum Essen mit nur kurzen Pausen
  • Für einige Menschen ist Fasten sehr praktisch, da dadurch Zeit eingespart werden kann. Die meisten Leute essen weniger, aber dafür größere Mahlzeiten.

Nachteile fürs Fasten:

  • Die meisten Studien zum Fasten wurden an Ratten durchgeführt und Menschen sind nun mal keine Ratten (*immerhin haben Studien am Menschen gezeigt, dass kurzzeitiges Fasten nicht gefährlich ist*)
  • Nichts zu essen kann anstrengend und unangenehm sein. Und Noomer mögen nicht gerne hungern…
  • Mahlzeiten auszulassen kann dazu führen, dass man sich später überisst oder das Gefühl hat, man kann alles essen, was man möchte
  • Einige übertreiben es oder haben einfach Schwierigkeiten, in kürzerer Zeit genug zu essen. Diese Fasten-Methode sollte keine Ausrede sein, um nicht zu essen. Aber wie bereits erwähnt, intermittierendes Fasten bedeutet nicht, dass du verhungern musst

Hier findest du die beliebtesten Methoden für intermittierendes Fasten:

16:8 Fasten

Bei dieser Variante isst du alle deine Kalorien über den Tag in einem 8 Stunden Zeitfenster und fastest für 16 Stunden.

  • Zum Beispiel isst du deine erste Mahlzeit mittags, dann einen Nachmittagssnack, falls du hungrig bist, gefolgt von einem Abendessen gegen 19:30 – 20:00 Uhr. Dann fastest du wieder bis mittags am nächsten Tag.

20:4 Fasten

Bei dieser Variante isst du jeden Tag nur eine große Mahlzeit (und eventuell einen Snack) und nimmst deinen gesamten Kalorienbedarf in einem 4 Stunden Zeitfenster auf.

  • Zum Beispiel isst du nur von 16:00 bis 20:00 etwas. Der Vorteil ist, dass du jeden Tag etwas zu Essen bekommst.

24 Stunden Fasten

Bei dieser Variante verzichtest du ein paar mal die Woche volle 24 Stunden auf Essen.

  • Die meisten Leute essen dabei einen Tag normal und hören dann nach dem Abendbrotessen auf (sagen wir gegen 19 Uhr) und dann fasten sie bis zum Abendbrot am nächsten Tag (19 Uhr). Auf diesem Weg verzichtest du 24 Stunden lang aufs Essen, aber kannst trotzdem jeden Tag etwas essen.

#NoomNerdDisclaimer:

Denke daran, dass sich Fasten mit bestimmten Medikamenten nicht
verträgt. Egal, ob du Medikamente nimmst oder nicht, ist es eine gute Idee dein Vorhaben mit deinem Arzt zu besprechen, bevor du damit beginnst.

Wenn du Lust hast und dich inspiriert fühlst, dann beachte folgende Tipps:

  • Höre auf deinen Körper: Ernsthaft, das ist sehr wichtig. Wenn du dich hungrig oder schwach fühlst, dann iss etwas. Fasten ist es nicht wert in Ohnmacht zu fallen.
  • Richte deine Aufmerksamkeit auf mehr als auf deinen Magen. Bemerkst du, dass du dich gut fühlst? Energetisch? Benommen? Klar im Kopf? Benebelt? Wäge die Vor- und Nachteile ab, indem du deine Fähigkeiten kritisch zu denken einsetzt.
  • Faste am Anfang nicht täglich. Du könntest mit kurzen Fastenphasen 1-2mal pro Woche beginnen, um zu sehen, wie du dich damit fühlst. Viele fasten nur ein paar mal die Woche.
  • Sei flexibel. Wie alle Essgewohnheiten sollte es in deinen Lebensstil hineinpassen und dein Leben verbessern. Du hast ein Lunchdate? Dann verkürze deine Fastenphase und genieße deine Verabredung, oder überspringe das Fasten für ein Familienfrühstück. Plane die Fastenphasen an Tagen ein, an denen es gut reinpasst.
  • Unterschätze es nicht oder benutze es als Ausrede, um eine Mahlzeit zu überspringen. Intermittierendes Fasten mag bedeuten, dass du Perioden ohne Essen hast, aber dein Körper braucht immer noch Nahrung. Die Fastenperioden sollten genauso gut geplant sein, wie die Mahlzeiten, die darauf folgen.
  • Habe keine Angst es auszuprobieren und habe auch keine Angst es wieder aufzugeben, wenn es sich für dich nicht richtig anfühlt.