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Wenn es mal schnell gehen muss,…

… dann gehe langsamer. Oder
Warum Planen gerade für Menschen mit viel Stress wichtig ist.

Autor: Gabriele Löffler, Psychologin, MA/ Health Coach

Für viele Noomer ist ihr Versuch gesunde Gewohnheiten zu entwickeln, eingebettet in einen vollen Alltag. Neben der Arbeit, Haushalt, Familie und anderen Dingen, fühlt es sich schnell als zusätzliche Belastung an. Ein regelmäßiges, gesundes Frühstück für Montag bis Freitag oder 2 Lauftrainings für das Wochenende genau zu planen, kostet auf den ersten Blick nur zusätzlich Zeit.

Wer kennt das nicht, mit dem Aufstehen schweben dir die Aufgaben des Tages vor den Augen oder nach der Arbeit gibt es noch so viel zu erledigen? Es bleiben wenig Momente für wertvolle Ich-Zeit. Da ist es völlig verständlich, dass du dich nicht unbedingt mit einem Kalender, einer Tabelle oder Post-Its hinsetzen möchtest, um genau zu planen, wann du welche Strecke laufen wirst oder woraus genau dein gesundes Frühstück besteht.

Wir bei Noom finden es wichtig, dir den Einblick zu geben, wie hilfreich es sein kann, wenn du dir die kurze Zeit zum Planen nimmst; vor allem bei viel Stress. Im Sinne von: „Gerade, wenn es mal richtig schnell gehen soll, dann gehe einen Schritt langsamer.“

Es ist eine Erleichterung für dein Gehirn, wenn du dir Zeit zum Planen und Vorbereiten nimmst und es erhöht deine Erfolgschancen deine Vorhaben umzusetzen.

Warum ist das so?

Wirf einen Blick auf unsere (stark vereinfachte 😊) Skizze deines Gehirns. Im Stressmodus ist unser limbisches System aktiv. Dieses ist für das Überleben deshalb wichtig, weil hier kein Denken stattfindet, sondern instinkthaftes Handeln gesteuert wird. Wenn du etwas durchdenken möchtest oder Alternativen konstruktiv abwiegen, dann gebrauchst du deinen Neocortex.

Was bedeutet das genau?

Du stehst um 6 auf und hast 45 Minuten, um zu duschen und verschiedenste Dinge zu erledigen, bevor du zum Bus zur Arbeit rennst. Ganz klar, du bist im Stressmodus und dein limbisches System ist aktiv. Wenn du jetzt vorm Kühlschrank stehst und dich spontan für ein gesundes Frühstück entscheiden sollst, dann ist dies eine große Herausforderung für dein Gehirn.

1 = Stress
2 = gesunde Gewohnheiten



Und nun?

Um von deinem limbischen System zum Neocortex umzuschalten, ist Entschleunigung wichtig. Du hältst inne und reflektierst, was jetzt genau gesund für dich wäre. Idealerweise … denn du hast ja Zeitdruck.

Aha!

Und das ist der Grund, warum Planen und Vorbereiten die besten Strategien für dich gerade bei viel Stress sind. Wenn du früh unter Zeitdruck vorm Kühlschrank stehst, dann freut sich dein Gehirn (und deine Gesundheit) ungemein über den Frühstücksplan, der an der Tür hängt. 😊

  • 1. Genaue Pläne helfen dir deine Handlungen zu automatisieren. Du musst nicht jeden Morgen unter Zeitdruck hektisch & spontan überlegen, was jetzt ein gesundes Frühstück sein könnte.
  • 2. Pläne helfen deinem Energiehaushalt. Du schonst deinen „Entscheidungsmuskel“ und musst nicht unter Stress überlegen, was du heute Gesundes frühstückst oder wo du dein Lauftraining machen könntest. Das spart viel Energie.
  • 3. Pläne motivieren dich. Viele Studien zeigen, es ist wahrscheinlicher, dass du dein gesundes Verhalten tatsächlich umsetzt, wenn du es konkret als Plan formulierst. Damit erreichst du deine Ziele und sammelst positive Erfahrungen.
  • 4. Pläne wirken präventiv. Du machst sie in einem ruhigen Moment wo dein Gehirn denken kann. Du nutzt sie jedoch dann, wenn es hektischer wird, wenn du mal wieder kaum zum Nachdenken kommst und im Stressmodus bist.

Noomer haben das Planen ausprobiert und sind begeistert. Was sie machen?

„Ich hab ein Einmachglas mit Zetteln, auf die ich alle möglichen Rezepte mit Kalorienangaben geschrieben habe. Ich plane immer für vier Tage im Voraus und ziehe dann Zettel aus dem Glas.“

„Ich erhoffe mir, dass ich durch den Plan nicht wie manchmal in Hektik verfalle und dann irgendwas und viel zu viel esse…und dass ich meine Kalorien besser planen kann…ich hoffe es spart mir Zeit.“

„Mein Plan sieht grundsätzlich gut aus und entlastet mich täglich entscheiden zu müssen was zu kochen, einkaufen etc. allerdings war er an einigen Tagen etwas unrealistisch und ich musste abändern.“

„Stress und Zeitmangel waren die letzten Wochen das große Problem . Ich werde mir wieder einen Wochenplan machen und vorkochen.“

Wir haben dich überzeugt?

Melde dich bei Noom an, um mehr über die Wichtigkeit des Planens und Vorbreitens zu erfahren.